Auf musikalischer Weltreise mit dem Musikverein Rot an der Rot

Zahlreiche Ehrungen beim Jahresskonzert – Albert Ott wird Ehrenmusikant
 
In dem ausverkauften Robert Balle Festsaal spielten die Musikanten am 18. November 2023 ihr Jahreskonzert.
Zum Konzertthema „Musikalische Weltreise“ führte die Musikkapelle konzertante und symphonische Blasmusik aus verschiedenen Geres und Ländern auf.
Dirigent Joachim Knoll hatte für das Publikum ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Für einige junge Musikanten war es das erste Konzert im Stammorchester.
 
 
Das Vororchester der Gemeinschaftsjugendkapelle Illertal-Rottal eröffnete das Konzert. Die Mädels und Jungs musizierten couragiert unter dem Dirigat von Theresa Erb und Tobias Kohler. Erst als die jungen Musikanten eine Zugabe gespielt hatten, durften sie die Bühne verlassen.
 
Leinen los - mit der Titelmelodie zur Fernsehserie „Traumschiff“ stachen die Roter Musikanten, mit ihren Zuhörern als Bordgäste in See.
Erste Station war Norwegen. Bei der viersätzigen „Peer Gynt Suite“ von Eduard Grieg waren besonders die Holzbläser gefordert. Auch im Pianissimo war der Vortrag ausdruckstark.
 
Das Traumschiff setzte seine Reise fort und machte im Hafen von Yokohoma fest.
Luigi di Ghisallo komponierte das symphonische Werk „Abenteuer in Tokio“. In dieser Komposition ist traditionelle japanische Musik in verschiedenen Motiven verarbeitet. Die Melodien sollen, laut den Musizieranweisungen des Komponisten, teils mit asiatischem und teils mit europäischem Ausdruck gespielt werden.
Eine anspruchsvolle Komposition mit hohem Unterhaltungswert.
 
Der „Ungarische Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms zauberte Puszta-Flair in den Konzertsaal.
Die plötzlichen Wechsel der Tempi und Melodien erforderten die volle Konzentration der Musizierenden.
 
Nachdem der stellvertretende Kreisdirigent Michael Bischof und der Vorstand des Musikvereins, Markus Metzger, einige verdiente Musiker geehrt hatten, fuhr das Schiff weiter Richtung Amerika. Joachim Knoll spielte mit seinem Orchester ein Medley mit Märschen von John Philip Sousa, in einem Arrangement von Siegfried Rundel. 
Frankreich war die folgende Station. Bei „Carneval de Paris“ waren ein Akkordeon und ein Dudelsack zu hören.
Die „Beatles Collection“ mit bekannten und weniger bekannten Songs der Beatles stand für England als Reiseziel. „ABBA in Concert“, ein Medley der größten ABBA-Erfolge repräsentierte Schweden. 
 
Die Karibik war das letzte Reiseziel. Musik von Hans Zimmer aus dem Film „Fluch der Karibik“ hat Jay Bocook für symphonisches Blasorchester arrangiert. Dieser Programmpunkt war für die Musiker der schwierigste Part im Konzert. Das Werk stellt hohe Anforderungen an Rhythmik und Spieltechnik.
Die Musikerinnen und Musiker zeigten sich von ihrer besten Seite, präsentierten sich hellwach und spielten sicher.
…so hatten die Piraten der Karibik um Captain Jack Sparrow keine Chance das „Traumschiff MV Rot“ zu versenken.

Ehrungen 


Der stellvertretende Kreisdirigent Michael Bischof ehrte Musikerinnen und Musiker im Namen des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.

 

Für 10-jähriges aktives Musizieren ehrte er Antonia Hahn und Elias Hirsch mit der Ehrennadel in Bronze.

 

Die Ehrennadel in Gold und eine Urkunde des Blasmusikverbandes erhielten für 30 Jahre Andrea Frisch, Sonja Kramer, Silvia Martin, Mathias Piest und Stefanie Zott.

Vorstand Markus Metzger ernannte die für 30 Jahre Geehrten zu Ehrenmitgliedern des MV Rot an der Rot.

 

Für 50 Jahre erhielten Werner Gregg (Trompete), Anton Henkel (Flügelhorn), Elmar Hirsch (Trompete und Flügelhorn), Erich Ott (Tuba) und Peter Ruhl (Posaune) die Ehrennadel in Gold mit Diamant und einen Ehrenbrief des Blasmusikverbandes.

 

Seit 10 Jahren ist Gabriel Reiser stellvertretender Vorstand des Musikvereins. Für dieses Engagement verlieh ihm Michael Bischof die Fördermedaille in Bronze.

 

Von 1965 bis 2022 spielte Albert Ott Tenorhorn in der Musikkapelle. In dieser Zeit war er viele Jahre in verschiedenen Ämtern Teil der Vorstandschaft. Zum Ende seiner aktiven Laufbahn ernannte ihn Markus Metzger, zur Anerkennung und Würdigung seines herausragenden Engagements, zum Ehrenmusikant.

In der fast 150-jahrigen Vereinsgeschichte ist Albert Ott der erste Musiker, der vom Musikverein diese Auszeichnung erhält.
Autor: Stefan Gaissmaier